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+---Thema: Graham Coxon - Happiness In Magazines Eröffnet von tocophonic


Beitrag von: Guest an 12. 05 2004, 16:19

GRAHAM COXON - HAPPINESS IN MAGAZINES


Stil: Songwriter-Rock'n'Roll
Release: Mai 2004
Label: Transcopic
Spieldauer: 12 Titel; 45:02 Minuten
Anspieltipps: Freakin' Out, All Over Me, People Of The Earth, Don't Be A Stranger
Reinhören: < Promo-Webstream von nme.com >

< Graham Coxon Official Website >

Darf man Graham Coxon auch lieben, ohne dass man Blur mögen muss? Ich meine: Ja. Denn das, was Herr Coxon da mit „Happiness In Magazines“ wieder einmal liefert, hat nicht direkt etwas mit der Musik von Blur zu tun, nein. Freilich, ein paar musikalische Parallelen sind bei dem einen oder anderen Song am neuen Album zu erkennen. Nicht zuletzt, weil Bandkollege Damon Albarn einen Gastauftritt auf der Platte hat. Aber Songwriter-Sachen wie „Ribbons And Leaves“, „Are You Ready?“ oder „All Over Me“ heben sich dann doch deutlich vom Band-Kontext, wie er bei Blur vorzufinden ist, ab. Hier sind auch wirklich einwandfrei produzierte Streicher- und Piano-Arrangements zu hören, die diesem sehr tollen Soloalbum eine einzigartige Note, die wohlbekannte Kirsche auf dem Sahnehäubchen verleihen. Der Rest: Feinster Rock’n’Roll mit einzelnen Lo-Fi-Einflüssen. Einmal schneller, einmal langsamer. Von einem jener Soloalben, auf denen sich Musiker von Rock/Punk/HC-Bands ausschließlich von ihrer soften Seite zeigen kann man also bei „Happiness In Magazines“ nicht sprechen, auf gar keinen Fall. Wie schon die Vorab-Single „Freakin’ Out“ vermuten ließ, findet man auf der neuen Platte jede Menge Rock’n’Roll-Muskelkraft, die den Hörer ganz gewiss nicht auf seinem Stuhl hält. Denn Herr Coxon macht das überzeugend. Die Energie, die die Songs vermitteln, wirkt authentisch. Einwandfrei produziert, die verschiedenen Lieder wechseln sich wie Stimmungen perfekt ab. Und das ist gut so. Und für mich das, was eine tolle Rockplatte ausmacht.


Beitrag von: Patrick an 13. 05 2004, 14:41

Im Vorfeld wurde mal gesagt, dass Coxon auf diesem Album teilweise wie frühe Blur klingen würde. Ist da irgendwas dran?
Beitrag von: Guest an 13. 05 2004, 22:30

Wie FRÜHE Blur, hm das kann schon gut sein, ohja.. mit meinem Vergleich im Review meinte ich ja eher die Musik der "aktuellen" Blur, welche sich ja doch ziemlich andersweitig entwickelt hat im Vergleich zu den ersten Sachen.. vielleicht ist es ein bisschen Wehmut, der Graham dazu bringt, sich etwas vom Ur-Blur-Stil abzuschauen und auf sein neues Soloding zu packen. Who knows, aber auf jeden fall -> Spitzenplatte.
Beitrag von: Guest an 13. 05 2004, 22:32

Bzw. "People Of The Earth" könnten sogar sehr gut die frühen Blur sein. Grade gehört :)
Beitrag von: Sven an 08. 07 2004, 16:48

Quote (EdKo @ 13. May 2004, 14:41)
Im Vorfeld wurde mal gesagt, dass Coxon auf diesem Album teilweise wie frühe Blur klingen würde. Ist da irgendwas dran?

also schon "bittersweet bundle of misery" klingt z.B. nach "Coffee & TV" imho..

wenn coxon wirklich nach blur (meinetwegen frühe) klingt, dann freut mich das :)

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