Druckfertige Themaversion

-purerock.de forum
+--Forum: reviews
+---Thema: Modest Mouse - We were dead before the Ship... Eröffnet von Christopher


Beitrag von: Christopher an 26. 03 2007, 12:02

Modest Mouse - We were dead before the Ship even sank

Stil: Indierock
Release: 30.03.2007
Label: Red Ink / Epic / Rough Trade
Spieldauer: 14 Titel; 62:35 Minuten
Anspieltipps: Spitting Venom, We've got everything, Fire it up


< http://www.modestmouse.de >
< http://www.myspace.com/modestmouse >
< http://www.modestmousemusic.com/ >

Modest Mouse haben es innerhalb weniger Tage geschafft, dass We were dead before the ship even sank das Lieblingsalbum des Monats wurde.
Leider haben wir hier keine Platte des Monats, keine 'Offenbarung' oder ähnliches. Gäbes es sie, hätten sich Modest Mouse diesen Platz mit Leichtigkeit gesichert.

Sie sind also wieder da - die Kauzigen, die Schrägen - und haben die Aufgabe das sowieso schon überragende Good news for people who love bad news, mit sogar die Masse entzückenden Songs wie "Float On", toppen zu müssen mit Links gemeistert. Das fünfte Album kann nicht nur mit 14 guten Songs, sondern auch mit einiger Prominenz aufwarten. Da macht man mal schnell Johnny Marr (The Smiths) zum festen Mitglied und gerade las ich, dass James Mercer von The Shins bei drei Songs mitwirkt (Florida,  Missed the Boat und We've got everything).
Wie gewohnt schwankt Isaac Brooks Stimme zwischen Tom Waits, Flaming Lips und Murder by Death hin und her - mal musikalisch freundlich, gutgelaunt (We've got everything) mal fast flüsternd und trotz des ewigen Sarkasmus, ja vielleicht sogar des Zynismus wunderschön (Little Motel).
Alben, die man sehr gerne mag, sind meist die wenigen, auf denen man einfach keinen schlechten Song findet. So war es beim Vorgänger und so ist es auch hier. Ein Glück gibt es mal wieder etwas, was man uneingeschränkt super finden kann.
Das Problem ist natürlich, dass es nicht jedem so gehen wird. Entweder man mag die Band, diese Stimme - oder man tut es nicht. Mir kamen schon Freunde unter, die bei den ersten Tönen von Float On wissend stöhnten und von ihrer Abneigung berichteten. Das macht sie nicht zu schlechteren Freunden - es ist halt Musik. I was knocking on your ears / Don't worry, you were always out.
Dieses Album reicht vom einen Endes des Ozeans bis zum anderen. Auf diesem Schiff durchläuft eine tote Mannschaft alle Gefühle und singt und sinkt. Es ist wundervoll dabei zuzuhören. If you were the ship then who would ever get on?
Und es ist kein Problem diese Reise mehrmals zu bewältigen. Nach ca. einer Stunde drückt man wieder Play und beginnt von vorne. Und es fühlt sich so gut an mit ihnen "lost" zu sein. Mit den mehrstimmigen Passagen, mit den Atemlosen und mit diesen Geigen, mit dem Klatschen.
Spitting Venom ist eines dieser Lieder, dass man wieder und wieder hört, nur um es ganz begreifen zu können. Kein unnötiges 'Hochstilisieren'. Aber Gutes soll Gutes genannt werden. Keine falsche Scheu.
My ears were bristled firmly right against your mouth to hear
When you tried to spit the venom out your words were not so clear

Fazit:
We were dead before the ship even sank ist eines dieser Alben, dass man ganz ohne Bedenken wunderbar nennt. Kein Mastbruch. Die Mannschaft ist sowieso schon tot. Man sinkt mit.


Beitrag von: Johannes an 31. 03 2007, 08:57

prinzipiell können die mir gar nicht wirklich verlieren. was ich bisher gehört habe klang schick, hat mich aber nicht komplett umgehauen. letztendlich wird's vermutlich so sein, dass ich die neue platte gut finden werde, aber sie doch um einiges nicht an 'the lonesome crowded west' oder 'moon & antarctica' rankommt. okay, das sind auch meisterwerke. haha..
Beitrag von: Ulrich an 31. 03 2007, 11:19

johannes: die aber noch von der good news übertroffen wurden, ganz klar.
hab das album noch nicht gehört, wollte mir da auch keine dummen mp3s anhören, das album wird blind gekauft und gut sein.

Copyright 2000-2005 purerock.de
Powered by Ikonboard 3.1.2a
Ikonboard © 2001 Jarvis Entertainment Group, Inc.